Heute betrachten wir auf dem Hungertuch die Medaillons rechts und links in der Mitte. – Krieg und seine Zerstörungen.

Heute stehen Völker und Nationen im Mittelpunkt, die kriegerisch ihre eigennützigen Interessen gewaltsam durchsetzen. Es sind Szenen, die nicht abstrakt sind, sondern die uns in eine Auseinandersetzung bringen möchten. In welcher Welt möchte ich leben?

Menschen zerstören einander und was die je anderen zum Leben brau-chen. Mit großem Aufwand werden Waffen entwickelt und eingesetzt. Waffen, Maschinen, die nur kaputt machen können. Trümmer und Tote werden produziert. Waffen, von denen wir hoffen, dass sie uns auch schützen.

2024 zählten Wissenschaftler 36 Länder, die im Krieg sind. Die meisten dieser Kriege tauchen in unseren Nachrichten nicht auf. Manchmal merken wir sie beim Einkaufen, weil irgendetwas teurer geworden ist. Aber meistens ist uns dieser Zusammenhang nicht klar.

Wozu sind Kriege da? Die gleichnamige Ballade von Udo Lindenberg ist 45 Jahre alt, die Frage noch viel älter. Die Antwort? Immer wieder anders, und die Folgen auch. Nun ist es also der Irankrieg mit massiven Angriffen der USA und Israels sowie einer Flut an Reaktionen und Auswirkungen im gesamten Nahen Osten. Und wie immer gibt es zahllose „zivile Opfer“ oder anders gesagt: unschuldige Frauen, Kinder, Familienväter, alte Menschen, Säug-linge, die getötet werden. Kirchensprecher mahnen derweil Mäßigung an. Es ist, als ob im immergleichen Elend die immergleichen Mechanismen wirkten.

Dass wir unser Mitgefühl bewahren für die wirklich Leidenden und nicht abstumpfen in einer Welt, die ja zumindest nicht ausschließlich aus Katastrophen besteht, das jedenfalls sollte mehr als ein frommer Wunsch sein.

Gebet

Gott, Du Quelle des Lebens und der Gerechtigkeit,

in Zeiten von Krieg und Gewalt versammeln wir uns zum Gottesdienst.

Wir sehen mit großer Sorge die aktuellen Kriegshandlungen, die Menschenleben und Lebensgrundlagen zerstören und Angst über Familien und Gemeinschaften bringen.

Sei Du mit uns und allen, die sich nach Frieden sehnen! Darum bitten wir durch Christus unsern Erlöser. Amen.