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Pfarrei
Pfarrei St. Hippolytus

Texte zum Tag

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Unter der Rubrik "Unser Glaube" finden Sie Erläuterungen und Gedanken zum heutigen Tag.

 

 

Änderungen am Pastoralplan

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Mit der Neugründung im Jahre 2007 wurde ein neuer Pastoralplan erstellt, der für die Pfarrei St. Hippolytus mit den Gemeinden St. Hippolytus, St. Laurentius und Liebfrauen und ihren Filialkirchen St. Marien und St. Clemens Maria Hofbauer gültig ist.

Auf unserer Homepage ist der zurzeit gültige Pastoralplan vom 24.5.2008 unter Downloads hinterlegt. Er kann auch hier herunter geladen werden.

In dem Pastoralplan wird auf die Historie der Pfarrei eingegangen. „Er benennt bestehende pastorale Handlungsfelder, bewertet sie auf notwendige Veränderungen hin und legt verbindliche Vereinbarungen für die Zukunft der Seelsorge fest“ (Seite 4 des Pastoralplans).

Der Pastoralplan zeigt uns das Leben der Gemeinde, deren Notwendigkeit im pastoralen Tun und somit die Zukunft unserer Pfarrei im katholischen Handeln und Leben in Horst, Beckhausen, Sutum und Karnap.

An der Erstellung des Pastoralplans der Pfarrei und an dessen Fortschreibung wirken das Pastoralteam, der Pfarrgemeinderat und die Gemeinderäte sowie der Kirchenvorstand mit. Diese Gremien beraten das pastorale Handeln, welches die Pfarrei betrifft, fassen dazu Beschlüsse und tragen Sorge für deren Durchführung.

Durch die Veränderungen, die sich in Bezug auf alle Bereiche der Pfarrei ergeben, ist eine regelmäßige Überarbeitung des Pastoralplanes notwendig.

So gab es am 07.05.2013 ein erstes Treffen des Pastoralteams, des Kirchenvorstandes, des Pfarrgemeinderates und der Gemeinderäte stattfinden, in dem über die Weiterentwicklung anhand von Daten, Zahlen und Fakten gesprochen wird.

Es soll jedoch jedes Gemeindemitglied die Möglichkeit bekommen, sich mit den Leitlinien unserer Pfarrei vertraut zu machen und sich bei der Umsetzung und der Fortschreibung des Planes mit einzubringen.

Wir wünschen uns, dass viele Gemeindemitglieder diese Zeit nutzen, um mit den Mitgliedern des Kirchenvorstandes und der Gemeinderäte Gespräche zu führen, in denen ihre Sorgen und Vorschläge für die bevorstehenden Veränderungen zum Ausdruck kommen. Dies ist natürlich auch weiterhin schriftlich an den Litfaß-Säulen in unseren Kirchen möglich.

Ihr Pfarrgemeinderat

 

Frauen und das kirchliche Amt

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Zu dem Thema "Frauen und das kirchliche Amt" hatte Ende Februar 2013 der Katholikenrat der Stadt Gelsenkirchen in den Gemeindesaal St. Laurentius in den Horster Süden eingeladen. Als Referentin konnte Stadtdechant Propst Zimmermann im gut besetzten Saal Frau Professorin Sabine Demel begrüßen.

Frau Prof. Sabine Demel  ist seit 1997 Professorin für Kirchenrecht an der Universität Regensburg und in der katholischen Kirche vielfältig engagiert. Als geschätzte Expertin zur Verbindung von Kirchenrecht und Pastoral tritt sie für eine lebensnahe Auslegung der kirchlichen Gesetze ein und zeigt auf, wie Recht in der Kirche zu Frieden und Freiheit beitragen kann.

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Wir machen Musik ........................

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Unter dem Motto:

Wir machen Musik ----------------- Highlights aus Oper, Operette und Musical

findet das 1. weltliche Konzert unseres Pfarreichores am Sonntag, den 13. Oktober 2013 in der Aula

der Erich Kästner Realschule in Gladbeck Brauck statt.

Nähere Einzeleinheiten in Kürze. Der Kartenvorverkauf beginnt voraussichtlich

nach den Sommerferien.

Bitte notieren Sie sich diesen Termin schon jetzt in Ihrem Terminkalender.

 

Ludwig Baur - sein Wirken in unserer Pfarrgemeinde

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Der Telgter Künstler Ludwig Baur war maßgeblich an der Ausgestaltung unserer Kirchen St. Laurentius in Horst Süd und Liebfrauen in Beckhausen beteiligt. Sein Leben und Wirken; Auszüge aus einer Broschüre aus Anlass einer Ausstellung im Telgter Heimatmuseum im Jahre 1990. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Museumsleiter Dr. Thomas Ostendorf

Am 26. August 1904 wurde Ludwig Baur im bayrischen Freising geboren. Er das mittlere von drei Kindern. Nach dem 1. Weltkrieg Abschluss der Realschule in Freising. Im Juli 1920 geht er nach München und absolviert dort von 1921-1923 eine Lehre im Betrieb des „Faß- und Dekorationsmalers“ Hans Schellinger und Konrad Schmer.

Nach der Ausbildung drängte es ihn nach selbstständiger, kreativer künstlerischer Tätigkeit. Die Eltern hatten Verständnis und unterstützten ihren Sohn ideell wie materiell.

1927 konnte er den ersten wichtigen beruflichen Erfolg für sich verbuchen. Er erhielt den Preis für ein von ihm entworfenes Altarbild für eine Kirche in Oppau.

Aufträge in Münster gaben den Ausschlag dafür, dass Baur seine Zelte in München abbrach und nach Münster übersiedelte. 1936 übersiedelte er nach Telgte.

Als gläubiger Katholik stand Baur dem Nationalsozialismus denkbar fern. Er blieb lange persönlich aber relativ unbehelligt.

Ein Bild „Liegender Christus“, welches Baur 1936 als Ausstellungsstück zum „Haus der Deutschen Kunst“ nach München schickte, ging an ihn zurück mit der Bemerkung, dies sei keine angemessene Darstellung für einen nationalsozialistischen Menschen. Baur hat sich davon nicht beirren lassen.

1939 lernte Baur Pia Greif kennen. Sie heirateten 1940 und bekamen 3 Kinder. Nach kurzer Gefangenschaft nach dem 2. Weltkrieg kehrte er nach Telgte zurück; fand sein Atelier aber verwüstet vor. Viel Zeit, um Verlorenes zu trauern, gab es in der Folgezeit aber nicht. Die lebhafte Aufbautätigkeit der Nachkriegsjahre brachte Baur eine Fülle von Aufträgen. 1946 bis Mitte der 60iger Jahre sollten zu seiner produktivsten Lebensphase werden.                                   

St. Laurentius in Horst Süd

Auf der Suche nach einem Künstler für St. Laurentius kam man schließlich auf Ludwig Baur. Die Gemeinde, der Architekt und das Bistum waren von seinen Vorschlägen sehr angetan und der Auftrag zur künstlerischen Gestaltung der Laurentius-Kirche wurde Ludwig Baur erteilt. Von 1954 – 1959 wirkte er fortan in St. Laurentius und gestaltete den gesamten Chorraum, die Taufkapelle, die Fenster und vieles mehr.

Eine Anekdote: Um sich für seine Arbeit in Laurentius inspirieren zu lassen, fuhr L. Baur mit dem damaligen Kirchenvorstandsvorsitzenden – Robert Meigen – in die Zeche Nordstern ein. Nach diesem Besuch stand für L. Baur fest, dass er die Altarwand im Bereich des großen Mosaikes „ schwarz „ gestalten wird. Schwarz wie die Kohle und somit ein Bezug zu den Menschen.

Nach Laurentius führte ihn 1962 ein Auftrag nach Jerusalem. Das Hauptgewicht seines Schaffens lag nun in der Gestaltung von Kirchenfenstern.

Nach dem II. Vaticanum (1962-1965) wurde die Umgestaltung von Altarräumen gemäß den Richtlinien der Liturgiereform ein wichtiges Aufgabengebiet. So kam er wieder nach St. Laurentius und wirkte bei der Umgestaltung des Chorraumes mit, entwarf den neuen Altar, einen bronzenen Tabernakel und ein Ambo aus Travertin mit der Verkündigungsszene.

Auch im Haus Marienfried wirkte er und entwarf 3 gewebte Teppiche mit Sonne, Anker und Traube. Die Teppiche hingen in der Eingangshalle.

Die wichtigste Quelle und Inspiration für Baurs Werk ist sicher seine tiefe Religiosität, seine feste Verwurzelung im christlichen Glauben und seine Nähe zum biblischen Wort gewesen.

Liebfrauen in Beckhausen (Auszüge aus der Festschrift 100 Jahre der Pfarrgemeinde)

Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Ludwig Baur, Telgte, erhielt die Liebfrauen-kirche von 1971 – 1975 in drei Abschnitten eine neue Innenausstattung. Der neue, von Ludwig Baur geschaffene Altar hat als Unterbau einen Quader aus römischem Travertin. Baur und Otto Breuing gestalteten den Tabernakel, der im Bereich der Altarwand angebracht wurde. Ihn umgibt das von ihm gestaltete große Mosaik der Altarwand, dessen Thema Jesu Worte sind: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. In der Totenkapelle wurde Ludwig Baur zur Ehre eine Gedenktafel angebracht.

1974, wenige Monate nach dem 70. Geburtstag, verlieh der Bischof von Münster Ludwig Baur die Paulus-Plakette für besondere Verdienste.  Auch in diesem Alter, in dem andere sich längst zur Ruhe gesetzt haben, war er noch ein vielbeschäftigter Künstler. Eine Krankheit fesselte ihn alsbald an den Rollstuhl. Er gab aber nicht auf, arbeitete trotzdem weiter. Als er eigenhändig die Kartons nicht mehr zeichnen konnte, taten es seine Schüler nach seinen Vorgaben und Beschreibungen.

Am 8. September 1977 starb er im Alter von 73 Jahren im Sendenhorster Josef-Stift, das er selbst mit vielen Kunstwerken ausgestattet und wohnlich gemacht hatte.

 

 


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