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Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir kommen, geführt von Gottes Hand.

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Hallo du,

„Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir kommen, geführt von Gottes Hand. Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr: Caspar, Melchior und Balthasar!“

Puh, war das anstrengend, spannend und kalt, aber auch wunderschön. Das Lied haben wir bestimmt elfundneunzig Mal gesungen, wenn nicht noch einhundert Mal mehr. Wir, Kirchenspinnen, waren auch Sternsinger. Ihr habt uns nicht entdeckt? Na, bei der Kälte ja auch kein Wunder. Aber wir hatten uns ganz unterschiedliche Mitwandergelegenheit ausgesucht. Wo?, das verraten wir nicht….

Während die Kinder draußen herumliefen, haben wir uns verkrochen, klingelten sie an einer Tür, dann sind wir schnell herausgekrabbelt und haben das Lied: „Wir kommen daher aus dem Morgenland....“ Ach nein, wir mögen es nicht mehr singen, erst wieder im kommenden Jahr. Du warst beim Singen und Laufen nicht mit dabei und möchtest wissen, wie das geht?

Also – zuerst lernten die Kinder an einem Nachmittag das Land kennen, wohin das gesammelte Geld geschickt wird. In diesem Jahr ist das Kenia. Diesmal geht es um den Klimawandel und was er zum Beispiel in der Region Turkana im Nordosten Kenias verursacht. Die Familien dort haben nichts zum Klimawandel beigetragen, müssen aber mit den schlimmen Folgen wie der zunehmenden Trockenheit leben.

Die Sternsinger helfen ihnen, damit zu leben und sich anzupassen, --deshalb bin ich mit den anderen Kindern durch die Gegend gelaufen, naja besser getragen worden. Die Kinder und ihre Begleiterinnen und Begleiter sind gelaufen. Wir haben an den Türen geklingelt und unser Lied gesungen. Dann haben wir gefragt, wohin wir den Segen schreiben dürfen. Viele Leute haben uns Geld und ein paar Süßigkeiten gegeben. War das eine Menge – von beidem natürlich. Wir denken, bis Ostern brauchen wir keine Schokolade mehr.

Nun noch einmal zurück zu der Segensaufschrift:   20+C+M+B+17   haben wir an die Türen geschrieben. In einem Hausflur hat uns eine Hausspinne gefragt, was das denn eigentlich bedeute? Stolz sagten wir: „Caspar, Melchior und Balthasar waren 2017 da!“ Logisch, oder? Wir hatten aber nicht bemerkt, dass uns eine alte Stubenfliege hinter der Heizung zugehört hatte. Die entgegnete, dass das totaler Quatsch sei, es bedeute:   Christus mansionem benedicat! = Christus, segne dieses Haus!   War das peinlich!!!

Sicher, das hatten die Sternsingerleiter den Kindern doch erklärt. Wir hatten uns aber an dem Nachmittag oben auf die Diskokugel gesetzt und uns in den vielen kleinen Spiegeln betrachtet und dabei den einen oder anderen Flecken beseitigt. Wir glänzten vielleicht, aber mit unserem Wissen konnten wir nicht glänzen, aber im nächsten Jahr, wartet ab.

Liebe Grüße

Eure Spinnenbande Hippolytus 

(Fotos: oben rechts: Sternsinger in Liebfrauen, unten links: Sternsinger aus St. Clemens bei der Aussendung, © by Gem.Liebfrauen)