Bild: Peter Weidemann, Pfarrbriefservice
32. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A
Evangelium: Matthäus 25,1–13 – Die zehn Jungfrauen
Jesus erzählt von zehn Frauen, die mit ihren brennenden Lampen auf den Bräutigam warten. Doch der Bräutigam lässt auf sich warten. Als er endlich kommt, sind nur fünf vorbereitet. Die anderen haben nicht genügend Öl dabei.
Was bedeutet dieses Gleichnis für unseren Glauben?
Das Öl steht für das, was unseren Glauben lebendig hält: Liebe, Mitgefühl, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, füreinander da zu sein und die Bereitschaft, unser Leben aus dem Glauben heraus zu gestalten.
Jesus möchte uns sagen: Glaube lässt sich nicht auf später verschieben. Wir können nicht erst dann anfangen, Gott zu vertrauen, wenn wir ihn dringend brauchen. Glaube will im Alltag wachsen und lebendig bleiben.
Die brennenden Lampen erinnern uns daran, dass wir Licht sein können – für andere Menschen, gerade dort, wo es dunkel ist: durch ein gutes Wort, durch Aufmerksamkeit, durch Hilfsbereitschaft und durch Hoffnung.
Ein ganz konkretes Beispiel dafür ist die Aktion „Warm durch die Nacht e. V.“
Menschen engagieren sich, damit andere Menschen, die in Not geraten sind, nicht allein gelassen werden. Sie schenken warme Mahlzeiten, Kleidung, ein offenes Ohr und vor allem menschliche Nähe, gegen Einsamkeit.
Das ist für mich ein Zeichen dafür, was es heißt, das Öl in der eigenen Lampe nicht ausgehen zu lassen. Nicht nur vom Glauben zu reden, sondern ihn durch unser Handeln sichtbar zu machen.
Dabei geht es nicht darum, immer perfekt vorbereitet zu sein. Auch die klugen Frauen schlafen ein. Entscheidend ist, dass sie Öl dabeihaben.
Die Botschaft für mich:
Halte die Hoffnung lebendig. Verlier nicht das Vertrauen. Bleib offen für Gott, der mir / uns entgegenkommt – manchmal unerwartet und anders, als wir es denken.
Denn wir wissen nicht, wann Gott uns begegnet. Aber wir dürfen darauf vertrauen: Er kommt uns entgegen.
Gott,
du hast uns das Leben und den Glauben geschenkt.
Du möchtest, dass unser Licht nicht erlischt und unsere Hoffnung lebendig bleibt.
Öffne unsere Augen für die Menschen, die unsere Hilfe brauchen.
Segne alle, die helfen, und alle, die Hilfe brauchen.
Lass uns nicht nur von deiner Liebe sprechen, sondern sie durch unser Handeln weitergeben.
Sei du das Licht auf unserem Weg und halte unsere Hoffnung wach.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.






