Welches Fest ist das wichtigste?

Samstag, den 07. Juni 2014 um 17:13 Uhr Barbara Strack
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Schriftlesung Pfingsten 2014 nach Apostelgeschichte 2,1-11

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.

Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.

In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Sandra und Thomas streiten sich über die wichtigsten Feste im Jahr:

„Am allerwichtigsten ist Weihnachten!“, sagt Sandra. „Schon wegen der Weihnachtsgeschenke.“
„Geburtstag ist genauso wichtig!“, ruft Thomas und denkt dabei daran, dass er nächste Woche Geburtstag hat. Der große Wunschzettel liegt bereits auf Papas Schreibtisch. „Gut, Weihnachten und Geburtstag sind gleicht wichtig!“, stimmt Sandra zu.

„Und dann kommt Ostern!“, sagt Thomas. „Ja, Ostern ist auch ganz schön wichtig!“, meint Sandra, denn die bunten Ostereier isst sie ganz besonders gern. Danach einigen sich die Kinder noch darauf, dass der Nikolaustag und das Martinsfest auch wichtige Feste sind. Besonders deshalb, weil sie mitten im Winter gefeiert werden und weil sie etwas Geheimnisvolles haben.

Thomas erinnert sich auch an die schöne Laterne, die er für den Martinsumzug gebastelt hat.  „Erntedankfest!“, schlägt Sandra noch vor. „Ja, das ist auch ganz schön wichtig!“, meint Thomas. „Aber nicht so wichtig wie Geburtstag, Weihnachten und Ostern.“

„Und wie ist es mit Pfingsten?“, fragt die Mutter, die aufmerksam ihren Kindern zugehört hat. „Ja, Pfingsten ist eigentlich nicht so wichtig!“, stellt Thomas fest, nachdem er eine Weile nachgedacht hat. „Nein, Pfingsten ist eigentlich nicht so wichtig!“, fügt Sandra hinzu. „Da gibt es keine Geschenke.“ „Das stimmt!“, sagt Thomas.  
 
Die Mutter lacht. Dann sagt sie: „Ohne Pfingsten gäbe es bei uns kein Weihnachten und kein Ostern. Wir würden keines eurer allerwichtigsten Feste feiern. Wir würden nicht einmal wissen, dass es diese Feste gibt.“


? Warum würden wir ohne Pfingsten nichts von Weihnachten und Ostern wissen?