Kolpingjugend Zeltlager 2018

Freitag, den 07. September 2018 um 15:25 Uhr Finja Brylak, Julia John, Anna Kubek
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Anfang der 4. Woche der Sommerferien machten wir uns, wie jedes Jahr, auf den Weg ins Jugend Zeltlager der Kolpingfamilie Horst-Emscher, auf welches wir uns schon lange gefreut hatten.

Nach einer vierstündigen Fahrt erreichten wir dann unseren Zielort: Münnerstadt in Bayern. Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut und uns darin eingerichtet hatten, stellten wir traditionell den Bannermast auf und zogen in der Abendrunde das Kolping Jugend- und das PX-Banner hoch während wir das Vater Kolping Lied sangen.

Dann konnte das Lager erst richtig beginnen!!

In den folgenden zwei Tagen...

 bereiteten wir uns mit Workshops und Survival-Training auf den Hajk vor, welcher dann am Dienstag (dem 4. Tag) losging.

Sooo wir verließen nun also mit unserer Gruppe, welche aus unserem und einem Jungenzelt bestand, den Lagerplatz.

Am ersten Tag war unser Ziel das 23km entfernte Burkadroth, welches wir nach 9 Stunden, 32.000 Schritten und einigen Bergen erreichten.

Als wir dann ein Gemeindezentrum als Übernachtungsmöglichkeit gefunden hatten, legten wir unsere schwer bepackten Hajk-Rucksäcke ab und aßen gemütlich zu Abend. Nachdem Abendessen gingen wir vor lauter Erschöpfung direkt schlafen.

Der zweite Hajk-Tag war eigentlich genau so anstrengend. 20km liefen wir bis nach Bad Bocklet, wo wir schon am ersten Tag vorbeigelaufen sind. Als Unterkunft erhielten wir eine Turnhalle, wo wir den Abend noch in Ruhe ausklingen ließen.

Am dritten Tag machten wir uns dann auf den Weg zurück zum Jugendzeltplatz an der Zent, wo wir unseren Hajk begonnen hatten.

Auf dem Weg machten wir Halt an einer Kirche und schrieben unsere Hajk-Geschichte, welche ein Teil unserer Aufgaben war. Als wir so gegen 15 Uhr am Zeltplatz ankamen gingen wir nur noch schwimmen und nach der Abendrunde direkt schlafen, heilfroh darüber wieder in unseren doch so bequemen Feldbetten zu liegen. Noch in dieser Nacht wurden wir zum ersten Mal von Überfällen besucht, welche versuchten unser Banner zu klauen, um es gegen eine Auslöse von einer Kiste Fanta zurückzubringen. Die Nachtwache weckte uns mit einem lauten ALARM!!! aber wir konnten die Überfäller noch rechtzeitig aufhalten. Wir brachten sie zu Boden und fesselten sie an den Bannermast, um sie anschließend mit eiskaltem Wasser zu überschütten. 

Am darauffolgenden Morgen wurden pünktlich um 8 Uhr geweckt. Darauf folgte unsere Morgenrunde und das lang ersehnte Frühstück. Nach dem Frühstück erledigte der Küchendienst seinen Dienst und der Spüldienst wurde, nicht ganz so freiwillig, von unseren Überfällern übernommen. 

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Ausflügen, wie zur Wasserkuppe und Geländespielen. am Montag stand auch schon unser Bergfest an, was bedeutet, dass die Hälfte unseres Lagers erreicht war. Um 15 Uhr begannen wir die Feier des Bergfests mit einem gemeinsamen Kuchenessen und Kaffeetrinken. Darauf folgte dann ein Programm, welches aus mehreren kleinen Spielen bestand, bei welchen verschiedene Gruppen gegeneinander spielen mussten. Es folgte ein Gottesdienst und ein gemeinsames Abendessen. Den Abend konnte sich jeder so lange gestalten, wie er wollte, da der nächste Tag ein Gammeltag zum Ausruhen war. 

Nach dem Bergfest starteten wir gut in die zweite Hälfte des Lagers und unternahmen Stadtausflüge und unseren Zeltausflug, an dem wir den Tag nur mit unserem Zelt verbrachten und uns unseren Tag so gestalteten, wie wir es wollten. 

Dann war schon die letzte Woche gekommen, in der wir eher sportliches Programm hatten und Leiter gegen Teilnehmer Fußball spielten und eine sieben stündige Kanutour unternahmen. Die Kanutour brachte unsere starke Gemeinschaft noch einmal zum Ausdruck, indem das Mitwirken jedes einzelnen zählte. 

In den letzten drei Tagen unternahmen wir nichts mehr, sondern bereiteten uns auf unsere Abreise vor. Unser Lager beendeten wir mit einem Abschlussfest und einem am Abbautag folgenden Turmfeuer. 

Am nächsten Tag ging es wieder nach Hause und drei unbeschreibliche Wochen waren wieder mal vergangen.

Natürlich freute man sich auf seine Familie, sein warmes Bett und seine eigene Dusche, jedoch wird man diese Gemeinschaft beim gemeinsamen Frühstück oder das Programm, den Hajk und vor allem die gemeinsamen Abende am Lagerfeuer vermissen. 

Jetzt schon freuen wir uns aufs nächste Jahr, wo es wieder heißt, für drei Wochen seine Tasche zu packen.

Und immer daran denken: NACH DEM LAGER IST VOR DEM LAGER!