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Sakramente & Glauben > Perlen der Liturgie
Perlen der Liturgie

In loser Reihenfolge wird hier auf dieser Seite etwas über die Schätze unserer Liturgien erzählt. Dabei sollen einzelne gottesdienstliche, liturgische Feiern in den Blick genommen werden. Zu den liturgischen Feiern unserer Kirche gehören: die Heilige Messe, der Wortgottesdienst, Maiandachten, Kreuzwegandachten, Wallfahrten, Früh/Spätschichten, Rosenkranzandachten, Tagzeitenliturgien, Taizégebet, verschiedene Andachten.



Das Apostolische Glaubensbekenntnis  -  im Kirchenjahr verankert

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In der hl. Messe wird nach der Predigt der Glauben bekräftigt. Dies kann in Form eines Liedes geschehen. Oft wird jedoch auch das Apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen. Im Folgenden ist das Glaubensbekenntnis mit dem jeweiligen Bezug der besonderen Tage im Jahr einmal abgebildet:

 

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, 

und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, 

empfangen durch den Heiligen Geist (Maria Verkündigung), 

geboren von der Jungfrau Maria, (Weihnachten)

gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, (Karfreitag) 

hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, (Ostern)

aufgefahren in den Himmel; (Christi Himmelfahrt)

er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; 

von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. (Christ König)

Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, (Pfingsten)

Gemeinschaft der Heiligen, (Allerheiligen)

Vergebung der Sünden, 

Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. (Allerseelen)

Amen.

 

Perlen der Liturgie 4. Taizé – Gottesdienste

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Sicherlich fragt sich der eine oder die Andere, was Taizé – Gottesdienste sind?

In Taizé-Gottesdiensten ist vieles anders als in einem "normalen" Gottesdienst.

Aber was ist anders?

Als erstes wird sicher die anders gestaltete Kirche auffallen. Sie ist dunkel und mit vielen Kerzen erleuchtet. Im Altarraum fällt ein großes Taizé – Kreuz, eine Ikone und viele Teelichte auf.

Die Lieder kommen aus Taizé: Sie sind kurz und einprägsam, werden möglichst mehrstimmig gesungen und vor allem oft wiederholt. Alle sind zum Mitsingen eingeladen. Das mehrmalige Wiederholen ist eine Form der Meditation.

Dann werden Texte aus der Bibel gelesen. Es gibt keine Auslegung und keine Predigt.

Lichter werden zu einem Lichtritus entzündet. Auch gehört eine Zeit der Stille in jeden Gottesdienst. Sie ist die Zeit, um über das Gehörte nachzudenken und zu beten.

Am Ende stehen die Fürbitten, das Vater unser und der Segen. Foto © by Taizè

 

3. Die Feier der hl. drei Tage

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Mit dem Abendmahlsgottesdienst am Abend des Gründonnerstags beginnt in der katholischen Kirche die Feier der "drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn". Diese Tage sind das Herzstück des Kirchenjahres, an denen die Christen den Kern ihres Glaubens feiern. Weil nach antiker und biblischer Vorstellung der neue Tag mit dem Vorabend beginnt, zählt der Gründonnerstagabend mit zu den drei österlichen Tagen.

"Lange Zeit war in der Geschichte der Kirche die Feier dieser drei Tage, dieses Triduum, auf den Tod Jesu konzentriert. Das Ostergeheimnis sei früher nur am Sonntag gefeiert worden. "Karfreitag und Osternacht sind die zwei Seiten einer Medaille: ohne Tod keine Auferstehung, der Tod ist nur der Durchgang zur Herrlichkeit“. Von daher sind die "heiligen drei Tage“ in Wirklichkeit nur ein einziger Tag.Die Fußwaschung, die Jesus an seinen Jüngern vollzog, die Einsetzung des Abendmahls, das Gebet Jesu am Ölberg und schließlich die Auslieferung Jesu an seine Verfolger sind Hauptmotive der Feier am Abend des Gründonnerstages. Eine äußere Besonderheit dieser Messe ist, dass zum Gloria die Glocken und Altarschellen läuten und dann bis zur Osternachtsfeier schweigen. An ihre Stelle treten hölzerne Klanginstrumente (Klappern).

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2. Die Rosenkranzandacht

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Wir laden im Monat Oktober zu den Rosenkranzandachten ein. Kommen Sie zusammen und beten in Ruhe diese alte Gottesdienstform. Die jeweiligen Termine und Orte finden Sie in der Gottesdienstordnung.

Die Rosenkranzandacht

Unsere Kirche kennt viele liturgische Feierformen. Eine davon sind die Andachten. Andachten sind aus verschiedenen Wurzeln entstanden: Sie waren ein volkstümliches Gegenstück zur Tagzeitenliturgie (Brevier) des Klerus. Wir kennen die Kreuzwegandacht, die Maiandacht, die Pfingstnovene. Die Andachten sind eine bereichernde Gottesdienstform und keineswegs überflüssig. Im Monat Oktober wird in vielen Gemeinden das Rosenkranzgebet oder eine Rosenkranzandacht angeboten. Er wird zum Anlass genommen, verstärkt das Leben Jesu mit dem Gebet des Rosenkranzes zu betrachten. Dieses meditative Gebet möchte ich heute ein wenig beleuchten.

Der Rosenkranz, früher sagte man Paternosterschnur, ist eine Zähl- und Gebetskette. In regelmäßigen Abständen wird das Vater unser, das Ave Maria und die Doxologie (Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist) gebetet. Die Perlen sollen einem beim Beten helfen. Im Mittelalter wurde erst nur das “Vater unser …“ mit Hilfe der Gebetsschnur gebetet. Um das Jahr 1100 kam das Ave Maria Gebet hinzu, welches einhundertfünfzigmal in Zehnergruppen gegliedert und mit Glaubensgeheimnissen und biblischen Texten des Leben Jesu verbunden wurde.

Die älteste schriftlichen Überlieferung des Rosenkranzgebetes findet man bei der angelsächsischen Adligen Lady Godiva († um 1085). Die heutige bekannte Form des Rosenkranzgebetes entwickelte sich im 15. Jahrhundert aus alten Mariengebeten. Heute betrachtet man mit 59 Perlen und einem Kreuz das Leben Jesu mit den Augen Marias.

Dabei gibt es vier verschiedene Geheimnisse: die freudenreichen, die schmerzhaften, die glorreichen Geheimnisse. Papst Johannes Paul II. fügte 2002 anlässlich seines 24. Jahrestages seiner Wahl, den bekannten drei Geheimnissen ein viertes Geheimnis, die lichtreichen Geheimnisse, hinzu. Das Gebet des Rosenkranzes kann einem helfen, durch einfaches Wiederholen der Gebete zur Ruhe zu kommen.

Ulrike Sommer

Die heutige Form des Rosenkranzgebetes

(Das Rosenkranzgebet findet man auch im neuen GOTTESLOB (GL), Nr. 4 1, im alten GL Nr. 33)

Gebetsverlauf:

Kreuzzeichen (GL 3 1)

Glaubensbekenntnis (GL 3 4)

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen (GL 3 3)

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Vater unser... (GL 3 2)   -1. Perle nach dem Kreuz-

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Grundgeheimnisse -die nächsten drei Perlen-:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,

  1. Jesus, der in uns den Glauben vermehre
  2. Jesus, der in uns die Hoffnung stärke
  3. Jesus, der in uns die Liebe entzünde

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen. 

abgeschlossen mit Ehre sei dem Vater...

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Vater Unser... -4. Perle, erste an der Kette-

Jedes Gesätz beginnt mit dem Vaterunser. Es folgt zehnmal das "Gegrüßet seist du, Maria"; nach dem Namen "Jesus" wird jedes Mal das entsprechende Geheimnis aus dem Leben Jesu eingefügt. Das Gesätz schließt mit dem "Ehre sei dem Vater".

Die freudenreichen Geheimnisse:

  • Jesus, den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast ( 10 x bis zur ersten andersfarbigen Perle)
  • Jesus, den du, o Jungfrau, zu Elisabet getragen hast
  • Jesus, den du, o Jungfrau, (in Betlehem) geboren hast
  • Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast
  • Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast

Die lichtreichen Geheimnisse

  • Jesus, der von Johannes getauft worden ist
  • Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat
  • Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat
  • Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist
  • Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat

Die schmerzhaften Geheimnisse

  • Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat
  • Jesus, der für uns gegeißelt worden ist
  • Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist
  • Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat
  • Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist

Die glorreichen Geheimnisse

  • Jesus, der von den Toten auferstanden ist
  • Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist
  • Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat
  • Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat
  • Jesus, der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat

Die trostreichen Geheimnisse

  • Jesus, der als König herrscht
  • Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt
  • Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit
  • Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten
  • Jesus, der alles vollenden wird
 

1. Die Wort Gottes Feier

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In Jesus ist Gottes Wort Fleisch geworden. Ihn feiern wir, wenn wir sein Wort hören. Bei der Feier eines Wortgottesdienstes steht das Wort Gottes im Mittelpunkt. Dieses Wort gibt Kraft, tröstet, bringt Freude und befreit. In dem Zusammenspiel von Wort, Gebet und Gesang lässt sich Gemeinschaft erleben, in der das Reich Gottes aufscheint.

Seit den Tagen der Apostel versammeln sich Menschen zum Gebet, zur Feier der Eucharistie, so wie es uns Jesus aufgetragen hat. Immer wieder merken wir heute, dass die Zahl unserer Priester weniger werden. So kann nicht immer die Eucharistie gefeiert werden.

Wichtig ist, dass es zur Eucharistiefeier keine Alternative gibt. Dabei ist zu wissen, dass an einem Sonntag nur eine Wort Gottes Feier anstelle einer Eucharistiefeier treten kann, wenn kein Priester in der Nähe ist, der Eucharistie feiern kann. Für diese Form des Gottesdienstes bedarf es auch der ausdrücklichen Erlaubnis des Bischofs, die extra eingeholt werden muss.

Die Wort Gottes Feier gliedert sich in vier Teile:

- Eröffnung

- Verkündigung des Wortes Gottes

- Antwort der Gemeinde 

- Abschluss.

In der Eröffnung ziehen alle, die an dieser Feier beteiligt sind, in die Kirche ein. Die Feier beginnt mit der liturgischen Eröffnung, Begrüßung der Gemeinde, den Kyrie – Rufen und dem Eröffnungsgebet.

Im Verkündigungsteil hören wir die Worte aus der Heiligen Schrift, geben Antwort, hören das Evangelium und seine Ausdeutung in der Statio/ Predigt.

Darauf antwortet die Gemeinde im Glaubensbekenntnis, im Friedenszeichen, der Kollekte, Fürbitten, Vater Unser, dem Lobpreisgebet vor dem Allerheiligsten und der Kommunionausteilung.

Im Abschlussteil erfolgt nach den Mitteilungen, dem Segensgebet der Abschluss der Wort Gottes Feier mit dem Auszug aller Beteiligten.