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Sakramente & Glauben > Firmung > Firmung am 25. September 2016

Firmung am 25. September 2016

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„Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ - Mit diesen Worten besiegelt Weihbischof Schepers die Firmlinge (Foto:© Bistum Essen).

Die Darstellung auf dem Einband des „Gotteslob“ kann uns den Aspekt der Besiegelung verdeutlichen (Foto © Rudolf Heckmann). Der Würzburger Bischof, Dr. Friedhelm Hofmann, hat in seinem Buch „Zeichnung als Zwiesprache“ folgenden Zugang zum Bild erarbeitet:

Wir sehen dort eine offene Zeichnung, die aus drei zusammenschwingenden und miteinander korrespondierenden Linien aufgebaut ist. Drei Schwingen fügen sich zu einer Kreuzform zusammen. Eine erste Idee dazu könnte das Tau sein, welches uns schon im Ersten Testament begegnet und als Zeichen auf den Gekreuzigten, der unser Erlöser geworden ist, verweist. Das Tau ist nicht nur der letzte Buchstabe des hebräischen Alphabets, sondern auch der erste des Wortes „Tora“.

Im Buch des Propheten Ezechiel wird berichtet, dass ein Engel Gottes seinen Getreuen dieses Zeichen auf die Stirn einprägen sollte, damit sie bei der Zerstörung Jerusalems gerettet werden sollten (Ez 9,3-6) – das Tau als Zeichen der Umkehr und Rettung. Auch das Zweite Testament kennt das Bild des Siegels auf der Stirn. Die damit Bezeichneten werden für das Ewige Leben gerettet.

In der Offenbarung des Johannes wird von einem Engel berichtet, der den vom Untergang Bedrohten ein Siegel zur Rettung auf die Stirn drücken sollte (Offb 7,2-4). Schon sehr früh haben die Christinnen und Christen das Tau als Heilszeichen angenommen und wegen der Ähnlichkeit zum Kreuz als Schutzsymbol verstanden. Auch Franziskus liebte das Tau sehr. Er unterschrieb damit seine Briefe und bekannte damit: Gott ist an deiner Seite, er liebt dich, du kannst dich auf ihn verlassen.

Für uns Christen wurde das Kreuz später zum Siegeszeichen. So wird heute jedem Täufling das Kreuzzeichen vom Taufgeistlichen sowie von den Eltern und Paten auf die Stirn gezeichnet.

In den drei gebogenen Linien lässt sich aber auch noch eine abstrahierte Gestalt mit ausgebreiteten Armen erkennen. So fügen sich die Linien zu einer Kreuzform zusammen – Tau und Kreuz zugleich.

Schlussendlich lässt die Zeichnung aber auch noch eine weitere Assoziation zu. Über das Kreuzmotiv hinaus wird durch die drei einander zugeordneten und miteinander harmonierenden Linien fast unmerklich auf die heiligste Dreifaltigkeit verwiesen: Sie ist Mitte, Zentrum und Ziel allen Lebens.

So wünsche ich den Firmlingen im Namen des Pastoralteams Gottes Segen.Bitte begleiten Sie als Pfarreimitglieder die Firmlinge im Gebet.

Barbara Strack