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Schriftlesung zum 3. Fastensonntag - Die 10 Gebote

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Einführende Gedanken:

Die folgenden Worte kennst du vielleicht als die zehn Gebote Gottes. Sie sind so wichtig, dass sie in zwei Büchern der Bibel stehen (nämlich auch noch im Buch Deuteronomium, Kapitel 5, Verse 6-22). Die Gebote sind nicht als Zwang gemeint, sondern als Weisungen für ein gutes Leben. Sie stehen nicht am Anfang der Bibel, sondern erst, nachdem immer wieder erzählt worden ist, dass Gott der Schöpfer ist, der Leben schenkt, und der Befreier, der ein Leben in Freiheit will.

Deshalb steht zu Beginn der Weisungen das Wichtigste: die Erinnerung an den Auszug aus der Sklaverei. Weil den Menschen die Freiheit geschenkt wurde, sollen sie, nein, werden sie sich in ihrem Leben an diese Weisungen halten.

Darum meine ich, die passendste Übersetzung der hebräischen Bibelworte ist nicht „Du sollst....“, sondern „Du wirst...“. Das hört sich dann so an:

Nach Exodus 20,1-17

Am Gottesberg sprach Jahwe diese Worte:

Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten herausgeführt hat aus dem Sklavenhaus.

Du wirst deshalb keine anderen Götter haben neben mir. Du wirst dir kein Gottesbild herstellen und keine Gestalt von irgendetwas am Himmel oben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde. Du wirst dich nicht vor ihnen niederwerfen und ihnen nicht dienen.

Du wirst den Namen Jahwes, deines Gottes, nicht missbrauchen.

Du wirst den Sabbat heilig halten: Erinnere dich immer daran! Sechs Tage kannst du arbeiten, der siebte Tag aber ist ein Tag der Ruhe, deinem Gott geweiht.

Du wirst deinen Vater und deine Mutter ehren, sodass du lange lebst in dem Land, das dein Gott dir gab.

Du wirst nicht morden.

Du wirst nicht die Ehe brechen.

Du wirst nicht stehlen.

Du wirst nicht falsch aussagen gegen deinen Nächsten.

Du wirst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen.

Du wirst nicht verlangen nach dem Haus deines Nächsten, nicht nach seinen Sklaven, seinem Vieh oder irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.